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B1 Feedback

Warum wird die Relevanz bei der Finanzierung niedrig gestellt: eine Finanzierung des sozialen Bereichs durch Steuergelder sehen wir eine sinnvolle Verwendung von Steuergeldern (im Gegensatz zur Finanzierung von Banken, Straßen usw…). Aus einer Email von einem bilanzierenden Unternehmen, 1. Halbjahr 2015 Antwort von einem Auditor: Pauschal zu sagen: „wir geben Steuergelder für soziale Dienstleistungen aus!“ hat aus meiner Sicht keinen Zusammenhang mit ethischem Finanzmanagement des Dienstleisters.
Ticket #ThemaRückmeldungStatus (eingearbeitet/schwebend/abgelehnt)FeedbackgeberInDatum
B1.01

Komplementärwährungen

Komplementärwährungen sind bis jetzt sehr regional begrenzt, daher sehe ich eine Punktevergabe kritisch, weil nicht für alle Firmen die gleichen Bedingungen gelten. Ich stelle mir z. B. einen Onlineshop vor, soll dieser dann ermöglichen, dass Kunden aus einer bestimmten Region mit ihrer Komplementärwährung zahlen können?

Und dann müßte es ja Kriterien geben, nach denen wir Komplementärwährungen beurteilen, die Systeme unterscheiden sich ja doch ein wenig.

Komplementärwährungen zu verwenden, ist aber grundsätzlich „lobenswert“. Punkte würde ich dennoch keine vergeben, wegen mangelnder Chancengleichheit und Vergleichbarkeit.

 schwebend

GWÖ-Mitglied

 1. Halbjahr 2014

B1.02

Komplementärwährungen

das Prinzip finde ich einleuchtend und gut: 

- positiv bewerten: ja

- Sonderpunkte: nein

Für D4: wenn damit benachteiligte Kundengruppen einen einfacheren Zugang haben (weil die akzeptierte Komplementärwährung beispielsweise für Menschen mit Lernschwierigkeiten leichter zu verdienen ist), dann ist die Komplementärwährung ein prima Mittel für einen gemeinwohligen Zweck.

Ergo:

Die Komplementärwährung an sich würde aus meiner Sicht wenn dann in B1 berücksichtigt werden. In allen anderen Indikatoren ist es (wie in D4) maximal ein Instrument zur Erreichung des Idealzustandes (und das müsste dann dargelegt werden, warum die verwendete Komplementärwährung das einfacher, besser oder überhaupt erst ermöglicht).

schwebend

GWÖ-Mitglied

 1. Halbjahr 2014
B1.03

Komplementärwährungen

Komplementärwährungen entbehren einer gesetzlichen Grundlage.  Daher keine (Plus)punkte für B1.

schwebend

GWÖ-Mitglied

1.  Halbjahr 2014
B1.04 + Antwort Gisela

 Ethische Geldanlage/ gemeinwohlorientierte Unternehmensfinanzierung

 1. Wenn ein Unternehmen z.b. anstatt Gewinn abzuschöpfen in das Unternehmen investiert und diese Investitionen ethisch bzw. gemeinwohlorientiert sind, wo gehört das hin?

Das ist klassische ethische, nachhaltige Geldanlage und ist unter B1 zu berücksichtigen. zb. Sie investieren in einen Ethikfonds.
2. Gilt das auch als gemeinwohlorientierte Veranlagung? z.b. kauf von Möbeln bei lokalen Tischlerei. kann man dieses Verhalten, wenn es Teil der Geschäftsphilosophie ist, auch positiv im Unterpunkt "Institutionalisierung" berücksichtigen.

Derzeit Matrix 4.1. wird es eher unter B1 zu subsumieren sein, weil ich dort auch das Beipiel "Möbelkauf" angeben habe. In Zukunft eher unter A1 (ethisches Beschaffungsmanagement). Im Zweifelsfall würde ich es bei der aktuelle Bilanzerstellung sowohl bei A1 als auch bei B1 anführen und auf die Überlappung hinweisen.
3. Wenn der Inhaber privates Kapital in Notsituation dem Unternehmen zinslos zur Verfügung stellt (das Unternehmen bekommt kein Geld von der Bank mehr)  kann man dies unter Punkt Gemeinwohlorientierte Unternehmensfinanzierung berücksichtigen? Wie ist damit umzugehen und zu bewerten?

Ja, das ist ein Idealfall der gemeinwohlorientierten Unternehmensfinanzierung, weil hier Kooperation gelebt wird. (Ein U hilft dem anderen aus der Patsche anstatt es (feindlich) zu übernehmen). Die Bewertung möchte ich nicht vorweg nehmen. Das machen Sie bzw. die AuditorInnen. 

 eingearbeitet

E-Mail von einer Beraterin

 1.  Halbjahr 2014

B1.05 + Antwort Gisela

 Genussrecht

Ist es möglich im Sinne einer fairen Geldanlage, die GWÖ-Unternehmen finanziell zu unterstützen nicht mit Spenden, sondern z.B .durch Beteiligungen ähnlich wie Aktien (Fonds).

Ja. Das Unternehmen die "Göttin des Glücks" bietet z.B. die Beteiligung am Unternehmen in Form von Genussrechten an.

 eingearbeitet

E-Mail von einer GWÖ InteressentIn

 

  1. Halbjahr 2014

B1.06 Emailkorrespondenz Gisela/Manfred B.

 Lieferantenverbindlichkeiten/ EK-Quote/ Veranlagung

1. Meine Kollegen und ich hatten jedoch beim Peer-Audit das Problem A1 und B1 auseinanderzuhalten. Konkret ging es um Finanzdienstleister wie Steuerberater etc. Das sind ja auch Lieferanten i.w.S., und daher haben wir diese beim Ethischen Beschaffungsmanagement gesehen. Allerdings gab es auch die Meinung, dass diese zu B1 gehören. Sollte aus meiner Sicht klar dargestellt werden.

 2. Die Eigenkapitalquote von reinen Dienstleistern wie zB Beratern ist nicht vergleichbar mit der von Produktionsbetrieben. Daher wäre zur Beurteilung der Eigenkapitalquote die Branchenkennzahl notwendig.

 3. Wie ist Veranlagung zu verstehen? Wenn ich einen ethisch-nachhaltigen Kongress organisiere der nicht gewinnorientiert ist, ist das eine Veranlagung im Sinne von B1 oder ein normales Produkt?

 4. Gelten Lieferantenverbindlichkeiten als Fremdkapital im Sinne von B1?

 

1. Wäre für mich B 1 zuordenbar, weil es um FD geht. Völlig klar, wenn es um Finanzdienstleistung geht. Aber gerade das angeführte Beispiel des Steuerberaters ist kein Finanzdienstleister! Wir sollten B1 wirklich ausrichten auf „Finanzierung“ der bilanzierenden Organisation und „Veranlagung von Finanzmitteln“ durch die bilanzierende Organisation. Jede andere Beschaffung von Dritten (egal ob Materielles oder Immaterielles) sollte unter A 1 zugeordnet werden.

 

2. EK von DL und Produktionsbetrieben: Ich habe versucht, die durchschnittliche EK Quote der einzelnen Branchen ausfindig zu machen. Kein leichtes Unterfangen, weil mit viel Kleinarbeit verbunden. Zeit, die ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin nicht aufbringen kann.  Für den Tourismus zB habe ich ausfindig gemacht, dass der EK- Branchendurchschnitt bei drei Sterne Hotel tief im Minus Bereich liegt. Hast du konkrete Zahlen zum EK Durchschnitt in unterschiedlichen Branchen? 

Nein, habe ich zur Zeit auch nicht auf die Schnelle. Aber grundsätzlich ist aus Sicht der ökonomischen Resilienz nicht maßgeblich, wie hoch der Branchenschnitt ist – schon gar nicht der derzeitige, die Unterkapitalisierung ist ein generelles Problem – sondern der jeweilige Bedarf an sinnvoller Risikodeckung. Und das ist ein wesentliches Thema bei E 4 „Stärkung des Eigenkapitals“. Generell ist bei hohem Kapitalbedarf eines Geschäftes auch ein höheres Eigenkapital anzustreben, allein um das Finanzierungsrisiko und damit Abhängigkeiten zu begrenzen.

 

3. Veranlagung: ganz klassisch. Ethische Investments zB  in Nachhaltigkeitsfonds od. Einlagen bei einer Ethikbank oder Beteiligung als Genossenschafter bei der Bank für Gemeinwohl in Gründung.  Den Kongress würde ich nicht als Veranlagung im Sinne von B 1 sehen.

Sehe ich völlig genauso. Der Kongress ist eindeutig ein „Produkt“ und gehört unter D 3 bewertet.

 

 

4. Lieferverbindlichkeiten: Lieferverbindlichkeiten zählen für mich (ebenso wie Bankkredite) zu den klassischen Formen des FK. (Ich bin Juristin, keine Betriebswirtin. Wenn ich hier falsch liege, sage mir es bitte ganz frank und frei). Natürlich sind Lieferverbindlichkeiten Fremdkapital. Trotzdem würde ich sie nicht B 1 zuordnen. Wir sollten hier uns bei B1 auf die Beschaffung von Finanzmitteln konzentrieren. Das würde gut übereinstimmen mit der betriebswirtschaftlichen Sicht, die ebenfalls unterscheidet nach (derzeit) zinstragender Fremdfinanzierung und zinslos aus der Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehenden Mitteln, die Teil des working capital sind, dieses also reduzieren. Der Hintergrund: diese Mittel stehen nur zur Verfügung, wenn es entsprechende Geschäftstätigkeit gibt (Lieferantenverbindlichkeiten, Anzahlungen von Kunden, Rückstellungen aller Art mit Ausnahme langfristiger, die finanzmathematisch berechnet werden). Für uns kommt ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt dazu. Ethischer und solidarischer Umgang mit Geschäftspartnern bedingt in den Lieferantenbeziehungen auch ein entsprechendes Zahlungsverhalten. Ich kann mir vorstellen, dass wir auch unter A einmal zu mehr als einem Kriterium kommen werden. Derzeit müssten wir Lieferverbindlichkeiten unter A 1 subsummieren.

 teils eingearbeitet, teils schwebend

 Energiefeld

 1.  Halbjahr 2014

B1.07 Emailkorrespondenz mit Antwort von Gisela/Christian R.

 Bewertung von Banken

Wie würdet ihr diese Aussagen bewerten?
> Commerz- und DZ Bank als Mutter der Volksbankenveröffentlichen
> Nachhaltigkeitsberichte und haben ethische Kriterien für ihre Investitionen
> entwickelt. Beide Finanzinstitute haben sich aus der Spekulation mit
> Nahrungsmitteln zurückgezogen, den  Deutschen Nachhaltigkeitskodex
> unterzeichnet und beziehen in ihren Gebäuden Ökostrom. Die DZ Bank hat zudem
> die Äquatorprinzipien unterzeichnet und im Oecom Corporate Rating Report
> 2013 Prime Status, Stufe C, die zweitbesten unter allen deutschen
> Geschäftsbanken und öffentlichen Banken vergebene Rating Stufe, erreicht.
> Die VV Maingau eG ist vor allem von ihren genossenschaftlichen Werten, wie
> Langfristigkeit, Regionalität und Hilfe zur Selbsthilfe geprägt.
>
> Kennt ihr die Äquatorprinzipien und Oecom Corporate Rating Report 2013 Prime
> Status, Stufe C
> Könntet ihr es ins Handbuch mit aufnehmen und eine Bewertungsaussage dazu
> treffen?


Antwort: Höchsten Bewertungen (d.h. 60 %) bei Ethikbank, Ökobank 
und evtl. GLS liegt.

Traditionelle Geschäftsbanken max. 30 %


Der Frankfurt Hohenheim Leitfaden kann eine Orientierung geben - den 
durchgehen und vergleichen, was wirklich gelebt wird...
http://www.cric-online.org/ethischinvestieren/f-h-leitfaden

 noch einzuarbeiten

 Email von einer Beraterin/ AuditorIn

  1. Halbjahr 2014

B1.08

Themen der Telefonkonferenz Gisela mit AuditorInnen

Weitere Punkte, die wir besprochen haben:
• Institutionalisierung soll für EPU nicht greifen, weil EFM für EPU kein strategisches Element ist. (Gisela nimmt Institutionalisierung für die EPU raus.)
• Versicherungsunternehmen, die ethisch veranlagen (Gisela kümmert sich für Österreich darum)
• Feinrecherche ethische Qualität der Finanzdienstleister durch Überprüfung der Geschäftsberichte von Banken (wer macht das? OFFEN)
• Anerkennung anderer Zertifikate (zB GRI, ISO 26000) (wird im MET vorbereitet)
• Wie bewerten wir einzelne Banken (Absprache der AuditorInnen untereinander; Gisela max. 60 %)
• Best Practices aus dem Dialog mit AuditorInnen schaffen (AuditorInnen mailen BP an Gisela)
• Bank für Gemeinwohl: Gisela gibt Update: Genossenschaft von Firmenbuchgericht nicht eingetragen. Mögliche Wege (Rechtsformänderung gemeinnützige AG statt Gen.; abwarten bis Verband der unabhängigen Genossenschaften gegründet ist)

Auditoren Telko 06/2014