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D5 Feedback

Ticket #ThemaRückmeldungStatus (eingearbeitet/schwebend/abgelehnt)FeedbackgeberInDatum
D5.01

 

Bitte "draft norms" definieren und als Beispiel in einer Extra-Tabelle anführen. Ich finde Beispiele sollen Extra-Tabellen bekommen, damit deutlich wird, dass es nicht die Norm ist - siehe C5 Beispiel Soziokratie Ebenso bei C3 Ökologischer Fussabdruck 

 schwebend

Christian Rüther 01/2013
D5.02

 

Beim Subindikator Reichweite, inhaltliche Breite und Tiefe erweist sich die Vermischung mit der tatsächlichen Umsetzung als störend. Die beiden Aspekte haben wenig miteinander zu tun.

Es sollte auch klarer herausgearbeitet werden, dass wir einerseits die Anstrengungen und die Zielrichtung honorieren, andererseits aber natürlich auch die erzielte Wirkung miteinfließen muss.

 schwebend

Manfred Kofranek 02/2013
D5.03

 

email-input und ulrike häusler:Bei Alnatura fand eine Veranstaltung mit den Zulieferern statt zum Thema Sozialstandards - die GWÖ war dort kein Thema. Besonders viel Zeit wurde der Erläuterung von den beiden Standards BSCI (Business Social Corporate Identity) und SA 8000 gegeben. Außerdem stellte die Firma Rapunzel ihr „Hand in Hand Projekt“ und die Firma Lebensbaum Ihr „IMO-fair for life“ vor. Es gibt keine Entscheidung für ein Siegel oder einen Standard.

 Ergänzen würde ich ggf. noch, dass nicht nur die Ziele oder Angebote, sondern auch die Erfüllung der Ziele bzw. die Nutzung der Angebote zum Zeitpunkt X berichtet werden sollten (Bsp.: Ziel: 1 Stunde joggen, Angebot: Seminar in Institut)

schwebend

Christian Loy 03/2013
D5.04

 

Basis: Papier von Gerd

  • Handbuch
  • Woher best practise-Beispiele?
  • Selbstreferenzierung auf GWÖ ist problematisch
  • Was fällt zus. in den Indikator
  • Pioniere werden bevorzugt: solange ihre Leistung ethisch vorbildlich / fortschrittlich sind
  • Lösungen, die von anderen Akteuren genutzt werden können
  • Gemeinsame Ausbildung (Abgrenzung D2?)
  • Aktiv kommunizierte und gelebte ethische Positionierung des Unternehmens
  • Branchenstandards: ab wann ist der Standard positiv zu bewerten? (Labeldatenbank) Abgrenzung zu greenwashing
  • Neuer Sub-Indikator: Aktivitätsniveau  
  • Inhalt: Kommunikative Verbindung mit ethischer Fortschrittlichkeit 
  • ggf in Abhängigkeit zu den Einflussgröße des Unternehmens
  • nur über den aktuellen Branchenstandard hinausgehende Aktivitäten?

 schwebend

Christof Spahn 09/2013
D5.05

 

a) NGO Global Witness

b) Bonn International Center for Conversion (BICC)

c) & ihr Konfliktmonitor (http://www.bicc.de/rcm/index.php)

Quelle: http://green.wiwo.de/elektronik-intel-will-nur-noch-faire-computerteile-bauen/

Elektronik: Intel will nur noch “faire” Computerteile bauen

Eigentlich ist die Consumer Electronics Show (CES), die alljährlich in der amerikanischen Wüstenmetropole Las Vegas stattfindet, der Ort, an dem Unternehmen vor allem innovative Produkte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik präsentieren. Doch die Innovation, die Intel-Chef Brian Krzanich dort vergangene Woche vorstellte, galt einem wesentlich ernsteren Thema als der Auflösung von Digicams oder der Brillanz von Computerdisplays.

Krzanich erklärte, dass alle von Intel produzierten Computerprozessoren künftig “konfliktfrei” seien. Damit verspricht der Chef des weltweit größten Chip-Herstellers, dass keine der verwendeten Materialien unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden.

Was genau ein solcher „Konfliktrohstoff” ist, das definiert die Entwicklungsorganisation Bonn International Center for Conversion (BICC) so:

“Konfliktressourcen sind natürliche Ressourcen, deren systematische Ausbeutung und Handel im Kontext eines Konfliktes zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, Verletzungen des humanitären Völkerrechts oder Verwirklichung völkerstrafrechtlicher Tatbestände führen kann.”

Auf genau diese Stoffe will man bei Intel jetzt verzichten. Das ist nicht leicht, kommen doch viele der zur Herstellung von Chips benötigten Materialien wie Zinn, Wolfram, Gold oder auch Tantal aus Krisenregionen wie dem Kongo. Wie Schattenarmeen und Milizen mit diesen Materialien ihre grausamen Kriege finanzieren, hat schon vor Jahren die britische NGO Global Witness ausführlich dokumentiert.

Eigene Prüfungen sollen “Konfliktfreiheit” gewähren

Mithilfe einer umfangreichen Untersuchung und der Prüfung von unabhängigen Experten will Intel ab sofort sicherstellen, dass die Stoffe aus Minen kommen, in denen keine Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Aber solch eine Prüfung ist nicht einfach, hat sich Intel bisher doch vor allem auf Großlieferanten für den Bezug der nötigen Bauteile verlassen.

Auch wenn diese Großlieferanten in ihrem Betrieb für ethisch einwandfreie Bedingungen bürgen können: Bisher blieb oft unklar wie es bei den Unternehmen aussieht, von denen sie ihre Komponenten beziehen und woher diese Unternehmen wiederum die Rohstoffe erhalten, mit denen sie arbeiten.

Jetzt hat Intel nach eigenen Angaben seine gesamte Lieferkette genau unter die Lupe genommen, die Metalle bis hin zum Abbauprozess verfolgt und die Herstellungsbedingungen überprüft. Dass Krzanich lange für die Lieferkettenorganisation in seinem Unternehmen verantwortlich war, ist mehr als eine Randnotiz: So weiß der Intel-CEO genau, worauf er sich bei der Überprüfung seiner Zulieferer einließ.

Aber wäre es nicht leichter gewesen, gänzlich auf Stoffe zu verzichten, die aus möglichen Krisenregionen stammen und stattdessen die Materialien aus unbedenklichen Gegenden zu beziehen? Nein, glaubt Krzanich. Denn das würde die betroffenen und ohnehin angeschlagenen Regionen nur noch weiter wirtschaftlich schwächen.

Stattdessen könne Intel, als einer der Hauptabnehmer für seltene Metalle wie Tantal, ein Zeichen in den Krisenregionen setzen und zeigen, dass ein Abbau auch unter menschenwürdigen Bedingungen möglich sei, sagt Krzanich. Würden Lieferanten sich weigern, eine dementsprechende Prüfung zu durchlaufen, würde ihr Vertrag gekündigt.

90 Prozent der Produkte aus fairen Materialien

Bisher hat Intel nach eigenen Angaben schon mehr als 60 Metalllieferanten, meist Schmelzhütten, in denen das Metall in seine benötigte Form gebracht wird, in mehr als 20 Ländern besucht. Das ehrgeizige Ziel beim Chiphersteller für die Zukunft lautet, dass noch innerhalb dieses Jahrzehnts mindestens 90 Prozent der Rohstoffe für die Produkte konfliktfrei seien sollen.

Für die restlichen zehn Prozent werde an alternativen Materialien gearbeitet. Am Endkundenpreis für Intelprodukte soll sich aufgrund der aufwendigen Kontroll- und Zertifizierungsprozesse nichts ändern, versichert das Unternehmen.

In den USA und Europa wird schon länger über Konfliktrohstoffe und mögliche Lösungen diskutiert. Während es in den 90er Jahren dabei hauptsächlich um sogenannte Blutdiamanten aus Staaten wie Sierra Leone oder Angola ging, diskutieren Experten und NGOs heute zunehmend über seltene Metalle, die vor allem in der Elektronikindustrie eine Rolle spielen.

Gegenmaßnahmen, um die Ausbeutung von Menschen beim Abbau dieser Stoffe einzudämmen, gibt es viele. Zum einen wollen Unternehmen mit eigenen Kontrollen und Zertifizierungen ihre Produkte konfliktfrei herstellen. So bietet auch das niederländische Unternehmen Fairphone ein Handy an, das in Teilen frei von Konfliktrohstoffen ist.

USA geht bei Regulierung voran

Die Entwicklungsorganisation Bonn International Center for Conversion (BICC) hat zudem einen sogenannten Konfliktmonitor eingerichtet, der den Umgang von Entwicklungsländern mit deren Rohstoffen überwacht und so auf mögliche Verletzungen, beispielsweise von Menschenrechten, hinweist.

In den USA hat Präsident Obama 2010 außerdem den sogenannten Dodd-Frank Act unterzeichnet. Dieser schreibt Unternehmen unter anderem vor, auf Rohstoffe aus Konfliktgebieten zu verzichten. Nutzen Unternehmen dennoch Stoffe aus diesen Gegenden, müssen sie genau über die Herkunft dieser Materialien berichten. Konfliktstoffe sind in der Definition dieses Gesetzes Coltan, Zinnstein, Wolframit aber auch Gold. Gültig ist diese Verpflichtung seit Januar 2013.

Die EU-Politiker dagegen diskutieren noch, ob Unternehmen ihre Lieferketten künftig auf Konfliktmaterialien überprüfen müssen. Eigentlich sollte es bis Ende vergangenen Jahres ein entsprechendes Gesetz auf EU-Ebene geben, bisher gibt es jedoch nicht einmal einen Gesetzesentwurf. Zuvor hatte die Generaldirektion für Handel der Europäischen Kommission zu einer öffentlichen Diskussion “zur verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralien aus konfliktbetroffenen und stark gefährdeten Gebieten” geladen.

Von dem Gesetz, das jetzt vermutlich im Laufe dieses Jahres vorgelegt werden soll, erhofft man sich in Brüssel ein „effektives aber zumutbares“ System für die EU, das den Umgang mit Konfliktmineralien eindeutig regelt.

schwebend

Katrin Wlucka 01/2014