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D3 Ökologische Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen

a) ZIEL DES INDIKATORS

„Es gilt zumindest ein Quartett von Bedingungen der ökologischen Nachhaltigkeit zu beachten: Konsistenz, Effizienz, Suffizienz und Resilienz. Unter Konsistenz-Bedingung wird die Notwendigkeit verstanden, alle (wirtschaftlichen) Tätigkeiten so zu gestalten, dass sie sich mittelfristig in natürliche Kreisläufe einfügen können, also ungiftig, erneuerbar, abbaubar,… sind. (Kreislaufwirtschaft, Cyclonomy oder das „cradle to cradle-Konzept“ (C2C) konzentrieren sich auf diese Aspekte.) Unter Effizienz-Bedingung wird die Notwendigkeit verstanden, Energie, Material, Flächen (und Geld-Mittel) effizient einzusetzen, d.h. möglichst viel Nutzung pro eingesetztem Gut zu erzielen, da diese begrenzt sind. Unter Suffizienz-Bedingung (siehe Exkurs weiter unten) wird die Notwendigkeit verstanden, mit dem physisch Vorhandenen auszukommen. Dies kann pro Haushalt, pro Nationalstaat, aber am sinnvollsten natürlich pro Planet betrachtet werden. Unter Resilienz–Bedingung wird die Notwendigkeit verstanden, das Puffervermögen unserer Systeme (natürliche wie technische oder wirtschaftliche) soweit zu festigen, dass die Systeme auch bei Störungen halbwegs stabil bleiben können. Zur Resilienz der Ökosysteme tragen ganz entscheidend Artenvielfalt, Boden- und Wasserqualität bei. Auch bei technischen und wirtschaftlichen Systemen ist Vielfalt ein stabilisierender Faktor, ebenso wie Transparenz und der Grad der Beteiligung aller Betroffenen.“ (Plattform Footprint: Die vier Säulen - Zukunftsfähig statt nachhaltig!; http://www.footprint.at/index.php?id=8032)

Das Produkt / Dienstleistungsportfolio eines Unternehmens sollte folglich diesen Anforderungen mit folgender grober Zielsetzung entsprechen: Unternehmen bieten im Branchenvergleich ökologisch hochwertige Produkte / Dienstleistungen an und ermöglichen und fördern eine möglichst suffiziente, maßvolle Nutzung sowie sinnvolle Anwendung Ihrer Produkte und Dienstleistungen. Belohnt wird eine aktive Herangehensweise in Bezug auf alle drei Kriterien, wobei Unternehmens- und Branchenspezifika große Bedeutung für die Relevanz der einzelnen Aspekte haben (siehe weiter unten).

  • Hinsichtlich ökologischer Aspekte überdurchschnittliche Produkte / Dienstleistungen im Vergleich zu anderen MitwerberInnen bzw. alternative Möglichkeiten mit vergleichbarer Bedürfnisbefriedigung (Effizienz und Konsistenz): Zu berücksichtigende Aspekte reichen von Ressourcen- und Energieverbrauch, der Vermeidung kritischer Substanzen, Rezyklierbarkeit  bis hin zur Schließung von Produktions-Stoffkreisläufen, etc. Hier gilt es, diese Produkte immer im Vergleich zu sämtlichen Alternativen, die auf eine ähnliche Bedürfnisbefriedigung  abzielen zu bewerten Ein Sprit sparender SUV kann folglich nicht mit schonenderen Mobilitätsvarianten konkurrieren (z.B.: Zug, Bahn öffentliche Verkehrsmittel, Zug und Bahn ist mEA das Gleiche ). Gewisse Produkte und Dienstleistungen können unter diesem Gesichtspunkt auch bei entsprechender Gestaltung aufgrund den Produkten / Dienstleistungen inhärenten ökologischen Folgewirkungen kaum eine positive Beurteilung nach sich ziehen (z.B.: Fernreisen). Demgegenüber sind Produkte und Dienstleistungen mit einer per se ökologischen Grundausrichtung dementsprechend hoch zu bewerten (Erzeugnisse aus biologischer Landwirtschaft, Erneuerbare Energien, Null-Energiehäuser, Umweltforschung- und beratung; etc.)
  • Aktive Gestaltung der Rahmenbedingungen für suffiziente Konsummuster (Suffizienz): Hierunter fallen Aspekte, welche eine suffiziente Bedürfnisbefriedigung in den Vordergrund rücken (Verlängerung der Produktnutzung, Forcierung gemeinschaftliche Produktnutzung, Integration der Kunden in Re- und Upcycling-Prozesse, Vermeidung kritischer Einsatzgebiete der Produkte und Dienstleistungen). Produkte / Dienstleistungen, die in den Absatzmärkten des Unternehmens durch eine Übernutzung charakterisiert sind (z.B.: fossile Energieträger, tierische Produkte) können demnach nur  mit einer geringen Punktezahl bewertet werden. Umgekehrt sind Produkte und Dienstleistungen, denen eine   suffiziente Nutzung inhärent  ist, positiv zu beurteilen (z.B.: Geschäftsmodelle, welche auf gemeinschaftlicher Nutzung, Re- und Upcycling und ähnlichem basieren)
  • Aktive Kommunikation ökologischer Aspekte: Bewusstsein über ökologische Aspekte von Produkten und Dienstleistungen den KundInnen gegenüber ist gegenwärtig schwach ausgeprägt. Eine aktive Kommunikationspolitik, die die KundInnen mit einbezieht, kann einen kulturellen Wandel zusätzlich stimulieren. Die transportierten Informationen sollten jedoch konsistent mit der ökologischen Qualität der Produkte / Dienstleistungen sein und sich klar von Methoden des Green Washing[2] distanzieren.

Je nach Branche können hierbei unterschiedliche Aspekte in ihrer Gewichtung von Bedeutung sein: Bei Produkten beispielsweise die Reduktion der ökologischen Auswirkungen in der Herstellung und Nutzung (Energieverbrauch, Emissionen) oder die Erhöhung der Lebensdauer durch langlebige Konstruktionen sowie umfassende Reparaturdienstleistungen. Dienstleister verfügen, wenngleich durch einen geringeren direkten Ressourcenverbrauch gekennzeichnet, über eine großes ökologisches Gestaltungspotential. Bei einer Bank beispielsweise über das „was“ finanziert wird, bei einem Unternehmensberater darüber , „wer“ in „welchen inhaltlichen Fragestellungen“ beraten wird, bei Weiterbildungsprogrammen und Veranstaltungen etwa über die Mobilitätsauswirkungen der TeilnehmerInnen oder die konkreten Bildungsinhalte. Zukünftig gilt es die relativ vage umschriebenen Messkriterien auf Branchen- und Produktebene näher zu definieren.

b) Impulsfragen

  • Welche ökologischen Aspekte sind bei den Produkten / Dienstleistungen von hoher Relevanz?
  • Welche Maßnahmen werden gesetzt, um die ökologischen Auswirkungen der Produkte (Energie, Ressourcenverbrauch, Emissionen, Biodiversität, Langlebigkeit, etc.) über den gesamten Lebenszyklus zu reduzieren?
  • Welche ökologischen Aspekte werden bei der Gestaltung der Dienstleistung berücksichtigt (ökologische Inhalte, ökologische Aspekte in der Kundensphäre, etc)?
  • Inwiefern unterscheiden sich die Produkte / Dienstleistungen hinsichtlich ökologischer Aspekte von MitwerberInnen?
  • In welchem Zusammenhang stehen die Produkte  und Dienstleistungen mit nachhaltiger Nutzung und suffizientem Konsum?

c) Bewertungstabelle

Sub-Indikator

Erste Schritte (0-10%)

Fortgeschritten (11-30%)

Erfahren (31-60%)

Vorbildlich (61-100%)

Produkte / Dienstleistungen sind im ökol. Vergleich zu Produkt / Dienstleistungen von MitwerberInnen bzw. Alternativen  von gleichem Nutzen

Relevanz: hoch

sind durch einen im Vergleich  geringeren ökologischen Fußabdruck bzw. durch erste Ansätze einer überdurchschnittlichen, ökol. Gestaltung gekennzeichnet

Das Unternehmen verfügt über eine klare, nachvollziehbare Strategie und erkennbare Maßnahmen zur Ökologisierung der Produkte / Dienstleistungen

P / D weit über Branchendurchschnitt (z.B.: BAT = Best Available Technology)

P / D branchenführend (z.B.: Cradle-to-Cradle)

SUFFIZIENZ (siehe Exkurs weiter unten): Aktive Gestaltung für eine ökol. Nutzung und suffizienten Konsum

Relevanz: mittel

Das Unternehmen setzt sich mit nicht-suffizienten / potentiell schädlichen Anwendungsgebieten seiner P / D[3] aktiv auseinander (z.B.: interne Analyse der eigenen Produkte / Dienstleistungen)

Produkte sind nicht widersprüchlich zu einem suffizienten Lebensstil

Erste Maßnahmen für suffiziente Lebensstile (Anwendung von Ausschlusskriterien, P/D für ökologisch orientierte Absatzmärkte)

Das Unternehmen fördert eine nachhaltige Nutzung aktiv durch bessere Konditionen und Services (z.B.:  (Preisvorteile, Anreizsysteme, längere Gewährleistung, kostengünstige Reparatur)

Umfassende Förderung eines ökologisch suffizienten Kundenverhaltens: (Preisvorteile &  Anreizsysteme Reparatur, Wiederverwendung und gemeinschaftliche Nutzung wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells)

KOMMUNIKATION: Aktive Kommunikation ökologischer Aspekte den KundInnen gegenüber

Relevanz: mittel

Das Unternehmen weist aktiv auf höherwertige Alternativen (auch bei MitwerberInnen) hin

Die in der Kommunikation dargestellten ökologischen Aspekte  sind nicht irreführend (siehe Green-Washing)

Explizite und umfassende Informationen über die ökologischen und Lebensstil-Aspekte der P / D hin

Von Kunden wird aktiv -Feedback zu ökologischen und Lebensstil-Aspekten eingeholt (z.B.: Nutzungsverhalten, Verbesserungs-potentiale, etc. )  

Ökologische und Lebensstil-Aspekte wesentlicher Inhalt der KundInnen-beziehungen

d) Besonderheiten bei der Bewertung

  • B2B (Business to Business) / B2C (Business to Customer): Die Kommunikation ökologischer Aspekte den KundInnen ist im B2C Bereich tendenziell von höherer Relevanz als im B2B.

Branchenspezifische Aspekte

Es ist - trotz der hohen Relevanz - sehr schwierig Produkte / Dienstleistungen im Branchenvergleich zu beurteilen und belegbare Informationen hierzu zu erlangen. Nachfolgende Tabelle, welche einen ersten Versuch darstellt, das Thema für  einzelne Branchen zu spezifizieren. Zug um Zug sollen bewertungsrelevante Aspekte, Branchenspezifika und Hintergrundinformationen ergänzt werden und können fürs erste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Die angeführten Studien beziehen sich oft nur auf einen Aspekt und dürften nicht als alleiniges Kriterium verstanden werden. In den nächsten Jahren sollen durch die Integration vieler Akteure wesentliche Studien gesammelt und wesentliche Erkenntnisse zusammengetragen werden:

 

 

Branche

Anmerkungen für die Bewertung / wesentliche ökologische Themenfelder der Branche sowie deren Produkte und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus (Genese, Nutzung, Entsorgung)Links zu Studien (Lebenszyklusanalysen, Produktvergleich, etc. )
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Rezyklierung statt Exploration (Quellen folgen)
C Verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren auf dieser allgemeinen Ebenen können keine Aspekte hervorgehoben werden, spezifischere Differenzierung in einzelnen Subbranchen notwendig - nachstehend eine Auswahl einiger:
C10 Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln Bundesverband Naturkost Naturwaren: Nachhaltigkeitsmonitor
C13 Herstellung von Textilien / C14 Herstellung von Bekleidung Gots
Fairware
C18 Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern
C21 Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen
C26 Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen

Greenpeace: Guide for Greener Electronics

 

C31 Herstellung von Möbeln
D Energieversorgung

Strom: Treibhausgasemissionen (in Gramm) / bereitgesteller Energie (kwh) - europäischer Durchschnitt (UCTE-MIX 2009: 431 g / kwh = Branchendurchschnitt; Bewertung abgeleitet aus Metastudie Lebenszyklusanalysen - siehe rechts; mögliche Herangehensweise z.b::

  • Vorbildlich <30g
  • Erfahren<100 g
  • Fortgeschritten<200g
  • Erste Schritte  < 431 g )
E Wasserversorgung, Abwasser und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzung Wasser- und Abwasserversorgung: Vergleichende Studie der "European Benchmarking Co-operation" zu
F Baugewerbe / Bau

Bewertung Heizwärmeverbrauch Immobilien (in kwh / m2): Hier gilt es natürlich das Immobilien-Portfolio eines Unternehmen mitzubedenken (ein Unternehmen, welches Altbestand saniert sollte besser beurteilt werden, als ein Unternehmen das nach Bauvorschrift neue Gebäude baut). Folglich ist bei reinem Altbaubestande eine Orientierung am durchschnittsverbrauch möglicherweise sinnvoller als am Energieausweiss. Nachfolgendes dienst als erste Orientierung und nicht als alleinig ausschlaggebender ökologischer Aspekte:

  • Vorbildlich: Plusenergiehaus, Nullenergiehaus; Passivhaus (<10 kwh / m²)
  • Erfahren: Niedrigstenergiehaus (<25 kwh / m²)
  • Fortgeschritten: Niedrigenergiehaus (<50 kwh / m²)
  • Erste Schritte: über Bauvorschrift (rd. 80 kwh / m²)
Gebäudelabel-Studie: longlife comparision of worldwide certification systems  for sustainable buildings - englisch
G Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen Auto-Umweltliste des VCD
H Verkehr und Lagerei Bewertung kann zumindest zu Teilaspekten von Studie rechts abgeleitet werden
I Gastgewerbe / Beherbergung und Gastronomie
J Information und Kommunikation
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen siehe Indikator B1
  • EthSi (spanisches Indikatorenset für Versicherungen)
L Grundstücks und Wohnungswesen siehe F
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen in erster Linie büroökologische Aspekte (Strom, Wärme, Mobilität, etc.) Beratungsdienstleistungen: neben büroökologischen Aspekten auch erste Orientierung beispielsweise am Umweltzeichen Green Meetings - Green Events möglich
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung Leitfaden für Gemeinden ist in Ausarbeitung -
P Erziehung und Unterricht Leitfaden für Universität ist in Ausarbeitung -
Q Gesundheits und Sozialwesen gegenwärtig von geringerer Bedeutung
R Kunst, Unterhaltung und Erholung gegenwärtig von geringerer Bedeutung Erste Orientierung beispielsweise am Umweltzeichen Green Meetings - Green Events möglich
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen siehe M -
T Private Haushalte für Matrix sind Privathaushalte gegenwärtig nicht relevant - eine Annäherung des ökologischen Auswirkungen - siehe www.footprint.at 
U Exterritoriale Organisationen und Einrichtungen derzeit geringe Bedeutung -
V Logistik und Transport siehe H -
W Konsumgüter (Produktion und Vertrieb) von jeweiligem Gut abhängig - weitere Differenzierung notwendig
  • Label-Datenbank: Übersicht über Labels inklusive Hindergrundinfos und Bewertung

 

Abgrenzung zu anderen Indikatoren

D3 zu C3 /  E3 / A1: Eine grafische Darstellung wird in den kommenden Wochen ins WIKI gestellt

e) Definition + Hintergrund

Die derzeit global angebotenen und nachgefragten Produkte und Dienstleistungen übersteigen die vorhandenen Ressourcen und die ökologische Tragkraft und Regenerierbarkeit der Erde. Bisher auf Effizienz und Teilaspekte (z.B.: Einsatz nachwachsender Rohstoffe) abzielende Maßnahmen zeigen bisher nur kosmetische Effekte, welche unter anderem auf den sogenannten Rebound-Effekt[1] zurückzuführen sind. Die notwendige Trendwende im Sinne einer massiven und absoluten Reduktion von Ressourcenverbrauch, Emissionen und Rückständen findet nicht statt.

Ökologische Aspekte spielen zur Zeit in der globalisierten Wirtschaft aufgrund von Konkurrenzdruck, mangelnder Nachfrage seitens der KonsumentInnen, noch nicht   vorhandenem Bewusstsein sowie begrenzten ökonomischen und zeitlichen Ressourcen eine sekundäre Rolle in der Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen. Eine reine „Ökologisierung“ des gegenwärtig konsumierten Ausmaßes an Gütern und Dienstleistungen alleine würde das Problem des globalen Überkonsums nicht lösen. Ein Wandel hin zu einer ökologisch tragfähigen Wirtschaft muss auch in der KundInnensphäre  liegende Aspekte im Sinne einer maß- und sinnvollen Nutzung (siehe auch E1) sowie eine absolute Reduktion der konsumierten Gütern mit einschließen.

Belastungsgrenzen des Planeten: Studie des Stockholm Resilienz Centre und der Australian National University - wikipedia-Eintrag ;TED-Talk mit Johan Rockstrom

f) Umsetzung

Auseinandersetzung und Umsetzung müssen an die Unternehmensdeterminanten angepasst werden: Für einen produzierenden Betrieb stehen andere Fragestellungen im Vordergrund als für ein Dienstleistungsunternehmen. Ansätze zur Evaluierung produktökologischer Aspekte sind breitgefächert. Eine Übersicht bietet das Handbuch "Produktbezogene Umweltinformationssysteme (PUIS) in Theorie und Praxis" des Programmes „Fabrik der Zukunft“ des österreichischen BMVIT (http://www.fabrikderzukunft.at/puis/). Jedes Unternehmen sollte sich mit den ökologischen Aspekten seiner Produkte / Dienstleistungen auseinandersetzen und wesentliche Schwerpunkte identifizieren.

g) Best Practise

Cradle to Cradle: Artikel zum Konzept http://reset.to/knowledge/cradle-cradle-recycling-rund-gemacht 

h) Literatur / Links / Experten

In der Weiterentwicklung wird insbesondere zu   diesen Indikatoren eine Differenzierung auf Branchenebene angestrebt – siehe weiter oben. Weiters können ökologische Branchenstandards (Label, etc.) zu einer Orientierung hilfreich sein: u.a.  http://www.bewusstkaufen.at/label-kategorien.php http://www.label-online.de/ http://www.buy-smart.info/downloads/downloads4 (für weitere siehe A1 - Ethisches Beschaffungswesen)

i) Anhang / Exkurs

Exkurs: Suffizienz:

„Suffizienz meint im Grunde eine Zügelung der Gier zugunsten der gerechten Verteilung der Güter zur Befriedigung der (Grund)Bedürfnisse. Suffizienz meint zugleich einen sorgsamen und haushälterischen Umgang mit den Naturgütern zugunsten eines Erhalts der Naturproduktivität auch für nachfolgende Generationen. Daher können Effizienz- und Konsistenzstrategien nur dann Nachhaltigkeit fördern, wenn ihnen Suffizienzziele vorangestellt werden.“ (http://www.project21.ch/projekte/studiosus/studiosus-10/418-94)

Von nichts zu viel - Suffizienz gehört zur Zukunftsfähigkeit - Wuppertal Papers 125: pdf

[1] Madlener, R; Alcott, B. 2007: Steigerung der Effizienz: Problem oder Lösung; Energiewirtschaftliche Tagesfragen 57. Jg, Heft 10; http://www.blakealcott.org/pdf/et-problem-oder-loesung.pdf

[2]Produktwerbung zwischen Wahrheit und Täuschung    http://www.verbraucherfuersklima.de/cps/rde/xchg/projektklima/hs.xsl/blicken_sie_noch_durch.htm

[3] P / D = Produkte und Dienstleistungen

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